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  Comacchio ist eine eindrucksvolle Lagunenstadt aus spätrömischer Zeit, die auf 13 Inseln inmitten ausgedehnter Brackwasserteiche errichtet wurde. Im heutigen Stadtkern sind zahlreiche Zeugnisse der Vergangenheit zu finden: Herrliche Kirchen und Denkmäler zwischen den über Kanäle gespannten Brücken, deren herausragendstes Beispiel die Trepponti darstellt, ein antikes Stadttor aus dem 17. Jahrhundert.
Nicht fehlen darf ein Besuch im Museo del Carico della Nave Romana, in dem Funde ausgestellt sind, die an Bord eines Handelsschiffs aus dem 1. Jh. v.Chr. gefunden wurden

"Trepponti" - monumentale Brücke und Stadttor – wurde im Auftrag von Kardinal Pallotta in der ersten Hälfte de 17. Jahrhunderts durch den Architekten Luca Danese erbaut.
Die Trepponti-Brücke besteht aus fünf Bogentreppen. Steigt man die mittlere Treppe hinunter, gelangt man auf den Platz, auf dem jeden Morgen der Fischmarkt in der ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammenden Fischhalle abgehalten wird.
Den Kanal entlang sind die typischen Brackwasserboote (im Ferrareser Dialekt batane genannt) angelegt, die zu einer Besichtigung der Stadt von einem besonders eindruckvollen Standpunkt aus einladen.

Wenige Kilometer von der Stadt entfernt befinden sich die Brackwasserteiche Valli di Comacchio - eine 11.000 ha große Fläche, umgeben von Dämmen und Erhebungen, reich an lagunentypischer Fauna und Flora. Besonders eindrucksvoll sind die Halbinsel Boscoforte und die Salinen, wo eine dicht besiedelte Flamingokolonie zu bewundern ist.

Der Naturschutzpark Po-Delta ist der größte regionale Naturschutzpark und nimmt einen bedeutenden Teil des Territoriums der Emilia-Romagna ein. Das Gelände des Naturschutzparks teilt sich in sechs unterschiedliche Stationen, in denen Natur, Landschaft und geschichtlich-kulturelle Prägung jeweils auf eigene Weise gefährdet sind.
Der Besucher hat die Möglichkeit, den Naturschutzpark auf unterschiedlichen Routen von einzigartiger Schönheit im Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden.

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Ferrara

Eine geheimnisvolle Stadt, deren alte Straßen und prächtigen Paläste Geschichte und Glanz der fernen Renaissance am Hof der Este ausatmen. Ferrara wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, da es einzigartige Monumente und Bauwerke sein eigen nennt.
Die kulturelle und urbanistische Entwicklung der Stadt begann gegen Ende des 14. Jh., als Ferrara neben zahlreichen Klöstern um die heutige Kathedrale bereichert wurde, die in romanisch-gotischem Stil zwischen dem 12. und 14. Jh. errichtet wurde und zahlreiche Fresken, Gemälde und Skulpturen von Garofano, Guercino und Bastianino (16. Jh.) enthält.

Die Stadt kann von der Architektur her in zwei Bereiche unterteilt werden: den mittelalterlichen Teil, der sich von der Burg über Via della Giovecca, Via delle Volte und Porta d`Amore erstreckt, und den Renaissance-Teil mit der Straße Ercole I d’Este (früher Via degli Angeli), die zum Ring führt, der in alter Zeit die imposante, herrliche Stadtmauer schloss.

Symbole der Stadt: Das Castello Estense, das den Mittelpunkt der beiden Bereiche bildet, wurde 1385 als Festungsbau begonnen und im 16. Jh. fertiggestellt. Mit dem mittelalterlichen Löwenturm, dem unterirdischen Kerker, den gotischen Sälen im Erdgeschoss, den Sälen mit Fresken von Bastianino, Girolamo da Carpi und den Filippis (Spielsaal aus dem 16. Jh.) stellt die Burg vom kunstgeschichtlichen Standpunkt aus eines der bedeutendsten Zeugnisse dar. Der Palazzo dei Diamanti erhielt seinen Namen von den Quadern seiner Fassade, deren geometrische Pyramidenform an Diamanten erinnert.

Ferrara kann bei einem Rundgang durch die Straßen erkundet werden, die den Prunk der Renaissancekultur bewahrt haben und Einblick in die glorreiche Vergangenheit geben. Die Geschichte der Stadt zeigt sich sowohl in den prächtigen Palästen als auch in den engen mittelalterlichen Gassen. Jedes Jahr lebt die Vergangenheit in den Farben und der Musik des dem Heiligen Georg zugeeigneten Palio wieder auf.

In der Altstadt herrscht eine besondere Atmosphäre, in der der Lebensrhythmus zwischen Geschäften und Cafés vom Vorbeifahren unzähliger Fahrräder skandiert wird.

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L' Abbazia di Pomposa

Das Benediktinerkloster Abbazia di Pomposa stellt eines der bedeutendsten seiner Art aus mittelalterlicher Zeit dar: Basilika, Refektorium, Kapitelsaal und Klosterhof sind das Herz der Abtei. In späterer Zeit wurde der stattliche Glockenturm hinzugefügt.

Die Benediktiner gründeten das Kloster im 7. Jh. n.Chr. Um das Jahr 1000 genoss die Abtei in der Region großes Ansehen; der Abt war als einflussreiche Persönlichkeit hochgeschätzt. Die Benediktiner blieben hier bis Anfang des 16. Jh., als die gesamte Klostergemeinschaft nach Ferrara umsiedelte. Das Kloster ging in Privatbesitz über und wurde als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt, bis es vor hundert Jahren in ein staatliches Baudenkmal umgewandelt wurde.

Der Klosterkomplex wurde im Laufe der Jahrhunderte von vielen berühmten Persönlichkeiten besucht, darunter Kaiser Barbarossa und Dante Alighieri. Die Bauweise ist eine Kreuzung zwischen romanischem und byzantinischem Stil. In den Kunstwerken finden sich Stilelemente der Ferrareser und Bologneser Schule wieder.

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Mesola

Das Castello Estense della Mesola wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach dem Willen des letzten Herzogs aus Ferrara, Alfonso II, zu Ehren seiner dritten Frau, Margherita Gonzaga, errichtet. Als letztes Lustschloss der Este zeichnet es sich durch sein einfaches und gleichzeitig elegantes Erscheinungsbild aus. Inmitten immenser Jagdgründe war das Schloss von einem 12 km langen Mauerring umgeben, von dem jedoch nichts übrig geblieben ist. Geblieben ist jedoch das Mauerwerk der Dienstgebäude, die halbkreisförmig um das Schloss angeordnet sind und heute als Geschäfte und Restaurants genutzt werden.
Das Schloss beherbergt das Umwelterziehungszentrum und die Bibliothek, und ist Sitz wechselnder Ausstellungen.

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Ravenna

Ravenna, eine kleine Stadt mit Hafen der Kriegsmarine an der Adria, von den Lagunen zum Festland hin geschützt, wurde durch ihre strategische Position zur Hauptstadt des weströmischen Reiches. Sie erfuhr im 5. Jh. eine außergewöhnliche Blüte der Kunst und war die Wiege der christlichen Ikonographie. Durch die Kunst am Kaiserhof wurde sie zur direkten Ableitung Roms. Es begann eine Phase der bildenden Künste, die von der Abfolge zahlreicher Herrscher, aber vor allem unterschiedlicher Kulturen gekennzeichnet war, die Ravenna zu einer monumentalen Stadt internationalen Ruhmes machten, die heute zum Weltkulturerbe gehört.
Zahlreich sind die religiösen Bauwerke voll Zauber und orientalischem Flair (Mosaiken aus goldenem und blauem Lapislazuli …), darunter die erste fünfschiffige Basilika Ursiana, die Bischof Ursus errichten ließ, die Johannes dem Evangelisten gewidmete Basilika San Giovanni Evangelista (425), die Heiligkreuzkirche Chiesa di Santa Croce und das Mausoleum der Galla Placidia.

Zu den ausdrucksvollsten Gebäuden der neu erblühten Größe des kaiserlichen Byzanz gehört die Kirche San Vitale mit wertvollem Marmorschmuck, den Mosaiken mit der Darstellung von Justinian und Theodora, äußerst eleganten Kapitellen usw. In der Zeit der Wiedereroberung Italiens durch den Kaiser des Ostreichs, Justinian, erreichte Ravenna ihren höchsten Glanz.
Sant’Apollinare in Classe, 549 geweiht, besticht durch das herrliche, edelsteinbesetzte Kreuz im Sternenhimmel der Apsis und das Mosaik der Verklärung Christi am Berg Tabor, das den Eindruck eines gestickten „Teppichs“ erweckt.

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Venezia

Venedig, die romantische Stadt im Wasser, ist wegen ihres einzigartigen, unnachahmlichen Bestands an historischen Bauwerken das privilegierte Ziel jedes Reisenden.
Was Venedig aber wirklich einzigartig macht, ist der Markusplatz mit seiner Öffnung zur Lagune, auf einer Seite vom hohen Kirchturm der Markuskirche, auf der anderen von der herrlichen Loggia des Dogenpalasts begrenzt. Auf dem großen freien Platz, an den sich vornehme Paläste aus früheren Epochen reihen, finden sich Touristen aus aller Welt, die sich inmitten der nicht wegzudenkenden Taubenschwärme fotografieren lassen.
Hier finden die Veranstaltungen des Karnevals von Venedig statt, einem der weltweit wichtigsten seiner Art, wo die schönsten, prächtigsten Masken in einem Spiel der Farben bewundert werden können, die an die Glanzzeit Venedigs zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert erinnern. Die Markuskirche ist seit jeher der ganze Stolz der Venezianer, das Symbol der Grandezza der Seerepublik Venedig und Hort der kostbarsten Schätze, die aus den Städten des Ostens, die wie bei der Eroberung Konstantinopels unter die Herrschaft Venedigs gefallen waren, erbeutet wurden.
Das Innere des Markusdoms schmücken kostbare Mosaiken, die die höchste Ausprägung der Mosaikkunst vom Mittelalter bis zur Renaissance darstellen.

Die Seufzerbrücke verband den Gerichtssaal im Dogenpalast mit dem Neuen Gefängnis, das aus einer Erweiterung des Dogenpalasts hervorging und vom Hauptgebäude durch einen kleinen Kanal getrennt war. Das, was heute eine sentimentale Bezeichnung scheint und als Kulisse für Gondelfahrten von Verliebten dient, stammt aus der romantischen Literatur, die die Nostalgie der Verurteilten beim Betreten der Brücke beschreibt, die durch das Fenster in der Brückenmitte zum letzten Mal einen Blick auf das schöne Venedig warfen, bevor sie ihre Strafe antreten mussten.
Heute zählt die Seufzerbrücke vor allem bei Gondelfahrten zu den größten Touristenattraktionen Venedigs.

Die Stadtmitte Venedigs kann über die Lagunenbrücke oder mit den Motorbooten des öffentlichen Verkehrsdienstes erreicht werden.

Die Hauptkanäle der Stadt sind der Canal Grande und der Canale della Giudecca. Der Canal Grande, dessen Verlauf ein umgekehrtes „S“ zeichnet, teilt die Stadt in zwei Hälften, der Canale della Giudecca trennt den großen Altstadtkern von der Insel gleichen Namens.

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